Meine Themen – “Das ist mir wichtig”

Bürgerbeteiligung und Transparenz

Die Kerkener*innen werden zu wenig in wichtige und große Projekte einbezogen. Die Möglichkeiten zur Mitbestimmung im Rahmen von Wahlen alle fünf Jahre und zur Stellung von drei Fragen zu Beginn von Rats- und Ausschusssitzungen reichen nicht aus. Auch wenn Sie sich jederzeit an die Verwaltung wenden können, fehlt für mich die direkte Beteiligung. Wir benötigen persönliche und digitale Möglichkeiten, um Bürger*innen aller Altersstufen anzusprechen und zur Mitgestaltung und Meinungsäußerung anzuspornen. Ein gutes Beispiel für (digitale) Bürgerbeteiligung ist das „Mitmach-Portal“ der Stadt Monheim.

In den Ausschuss- und Ratssitzungen könnte man den Bürger*innen zumindest zusätzlich zu der Fragestunde vor den Sitzungen auch nach den Sitzungen eine Fragemöglichkeit anbieten. Dieser Antrag der BVK-Fraktion wurde von den anderen Fraktionen und der Verwaltung bisher leider abgelehnt.

Für mehr Transparenz befürworte ich die Videoübertragung von Rats- und Ausschusssitzungen, wie sie derzeit auch in anderen Gemeinden im Kreis Kleve geprüft wird. Dies würde es den Kerkener*innen ermöglichen, sich jederzeit und von jedem Ort aus über die Diskussionen und Entscheidungen in Ausschüssen und im Rat zu informieren. Dadurch steigen die Chancen, dass sich mehr und vor allem auch jüngere Menschen für die lokale Politik interessieren und dann vielleicht auch selbst aktiv werden.

Kinder, Jugendliche und Familien

Mit einem guten Betreuungsangebot in der Tagespflege und Kindergärten und unseren modern ausgestatteten Grundschulen und der Gesamtschule sind wir in Kerken gut ausgestattet. Dies ist eine gute Voraussetzung für den Start ins Leben. Zahlreiche Freizeit- und Spielangebote, ein Jugendheim in beiden Ortszentren, Spielplätze, Skaterbahn, Pumptrack usw. bieten den Kindern und Jugendlichen ein breites Freizeitangebot. Die örtlichen Sport- und Musikvereine leisten ebenfalls hervorragende Jugendarbeit. Als Bürgermeisterin würde ich die Kinder und Jugendlichen gerne in die Gestaltung ihres Umfelds mit einbeziehen. Dies ginge z.B. durch Workshops, bei denen die Kinder und Jugendlichen ihre Bedürfnisse kundtun, selbst Ideen für ihr Freizeitangebot entwickeln, Veränderungen anstoßen und in Teilen sicher auch selbst umsetzen könnten.

Auch wenn die Situation grundsätzlich sehr positiv ist: DRINGEND erforderlich sind eine zügige bauliche Sanierung der beiden Grundschulen in Aldekerk und Nieukerk, insbesondere der Toilettenanlagen. Die Corona-Krise hat auch gezeigt, dass wir in Kerken endlich umfassend die Digitalisierung der Schulen vorantreiben müssen. Fördermittel dazu stehen bereit und als Bürgermeisterin werde ich hierzu das Gespräch mit allen Beteiligten suchen und das Thema vorantreiben.

Umweltschutz, Klimaschutz und Landwirtschaft

Zum Umwelt- und Klimaschutz kann jeder seinen Beitrag leisten. Die Gemeinde Kerken sollte hier weiterhin und verstärkt mit gutem Beispiel voran gehen und z. B. den begonnenen Umstieg auf LEDs in der Straßenbeleuchtung weiter fortsetzen. Klimaschutzsiedlungen als Teile zukünftiger Neubaugebiete sind als größerer Maßnahme denkbar. Vorgaben bei Neubauten zur Bepflanzung, um Schotterwüsten und monotone Rasenflächen zu verhindern und Nahrungs- und Lebensraum für Insekten, Vögel und sonstige Tiere zu schaffen, sind förderlich für den Umweltschutz. Dies gilt auch für eine Baumschutzsatzung, die das Fällen alter und eingewachsener Bäume, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, verhindert.

Die Landwirtschaft ist ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Umwelt- und Klimaschutz können nur gemeinsam mit unserer örtlichen Landwirtschaft verwirklicht werden. Die Landwirt*innen in Kerken bewirtschaften nicht nur die umliegenden Felder, sondern setzen sich seit vielen Jahren auch für den Naturschutz ein, z. B. durch das Anlegen von Blühstreifen und -flächen. Ich möchte mich daher vermehrt für ein Miteinander zwischen Umwelt- und Klimaschützern und den Landwirt*innen einsetzen.

Um Klima- und Umweltschutz dauerhaft in der Kerken zu verankern und zielgerichtet vorantreiben zu können, setze ich mich als Ihre Bürgermeisterin dafür ein, dass wir als Gemeinde ein Konzept zur Klimaneutralität für Kerken bis 2035 entwickeln.

Ortskernbelebung und Stärkung der Außenbezirke

Dringenden Handlungsbedarf sehe ich in der Steigerung der Attraktivität der Ortskerne für Einzelhandelsgeschäfte. Hier sollte für Nieukerk und Aldekerk ein Konzept entwickelt werden.

Ich möchte zudem die Außenbezirke enger an die Ortskerne anbinden. Hierzu sollte die ÖPNV-Anbindung verbessert werden. Durch einen Bürgerbus, den man mit Ehrenamtlichen betreiben könnte, würde man den Bürgerinnen und Bürgern auch ohne eigenen PKW ermöglichen, unproblematisch ihren Erledigungen nachzukommen. Auch der Ausbau des E-Carsharings sollte vorangebracht werden. Beides würde zudem einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Zusammenleben von Jung und Alt in Kerken

„Kerken ist einfach lebenswert“, so lautet das Motto in unserer Gemeinde.

Neubaugebiete in Aldekerk und Nieukerk ziehen immer wieder junge Familien nach Kerken. Auch für die ältere Generation werden in Kerken seniorengerechte Wohnungen gebaut, hier ist aber auch der Bedarf an kleinen, bezahlbaren Wohnungen noch sehr groß. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass nicht nur große und teure Wohnungen gebaut werden, sondern dass jeder, der hier wohnen möchte, den passenden Wohnraum findet. Beispielsweise könnte die genossenschaftliche GWS, an der die Gemeinde Kerken beteiligt ist, selbst Mietwohnungen baut.

Ärztliche Versorgung in Kerken

In Kerken muss langfristig die hausärztliche Versorgung sichergestellt werden. Wie schnell es gehen kann, dass ein Arzt seine Praxis schließt oder keine/n Nachfolger*in findet, haben wir in den letzten Monaten in beiden Ortsteilen gesehen.

Wir können nicht nur neue Baugebiete ausweisen, sondern müssen auch die Grundversorgung für eine zunehmende Bevölkerung sicherstellen. Hierzu zählen nicht nur Kindergartenplätze oder Grundschulen und weiterführende Schulen, sondern auch eine ausreichende ärztliche Versorgung.

In Aldekerk gibt es bereits Bemühungen und Planungen für ein Ärztehaus. Wir müssen auch in Nieukerk langfristig planen und die Weichen stellen, um z.B.: durch ein Ärztehaus auch diesen Ortsteil als Standort für neue Praxen attraktiv zu machen.

Warum engagiere ich mich auch im Kreis

Für mich hat die Bürgermeisterkandidatur für die Gemeinde Kerken erste Priorität. Die Kandidatur im Kreis sehe ich parallel als sehr wichtig an, um die Vernetzung innerhalb der politischen Gremien auf Kreisebene auch für die unabhängigen Wählergemeinschaften im Kreis Kleve herzustellen und auszubauen.

Aufgrund der Größe der Gemeinde werden viele Aufgaben der kommunalen Selbstverwaltung durch den Kreis wahrgenommen. Hierzu zählen z.B. Jugendamt, Bauordnunsamt, untere Wasserbehörde. Daher sind Kreis und Gemeinde im engen Verbund zu sehen. Ein paralleles Engagement und gute Kontakte zum Kreistag ist für die positive Entwicklung der Gemeinde wichtig.